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Vegane Bratwurst lebt weiter

DLMBK gegen Änderung von Bezeichnungen

Die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) hat eine Anhörung über den Leitsatz-Entwurf von veganen und vegetarischen Produkten. Viele Verbände übten daran Kritik, wie beispielsweise der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU), der sich für verbraucherfreundliche Bezeichnungen einsetzt. Laut des Entwurfes sollen Fleischalternativen auch weiterhin als „veganes Schnitzel“ und „vegetarische Burger“ bezeichnet werden. 
 
Vor dem endgültigen Entschluss, der den Eingang ins Lebensmittelbuch finden soll, wird jedoch noch ein Abstimmungsprozess zur Diskussion gestellt. Die DLMBK ist weiterhin der Meinung, dass allgemeine Bezeichnungen wie „Wurst“ und „Frikadelle“ uneingeschränkt genutzt werden sollen. Anderer Meinung ist hier der Bundesminister Cristian Schmidt, der sich für ein generelles Verbot von „Fleischbezeichnungen“ ausspricht. 

Zukünftig sollen sogar noch weitere Begriffe wie beispielsweise „Schnitzel“ oder „Bratwurst“ für vegane oder vegetarische Fleischalternativen verwendet werden.
Die Entscheidung der DLMBK ist ein Erfolg für den VEBU und unseren Einsatz für die Interessen der Verbraucher. Ernährungsminister Schmidt ist mit seinem Ansinnen gescheitert, 'Fleischbegriffe' grundsätzlich zu verbieten. Die Entscheidung für die Zulässigkeit von Begriffen wie 'veganes Schnitzel' und 'vegetarische Bratwurst' ist im Sinne aller, die informativ und attraktiv gekennzeichnete vegetarisch-vegane Produkte kaufen wollen. Vegane und vegetarische Alternativprodukte mit Begriffen zu kennzeichnen, die auch für Lebensmittel mit tierischen Zutaten verwendet werden, ist sinnvoll, da dadurch viele Eigenschaften eines Produktes auf einen Blick erfassbar sind,“ so Till Strecker, Leitung VEBU-Politik.

 

 

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